Was in Österreich gefeiert wird: praktisch erklärt
Das österreichische Veranstaltungsjahr folgt einem recht stabilen Rhythmus. Wer ihn einmal kennt, findet leichter, was zum eigenen Geschmack passt, und muss nicht jedes Jahr von vorne suchen.
Die Hochsaison für Open-Air-Veranstaltungen
Das Jazzfestival Saalfelden im Pinzgau läuft seit Jahrzehnten im August und gilt in der Szene als eine der wichtigeren Adressen im deutschsprachigen Raum.
Ein Teil der Sommerveranstaltungen läuft bei jedem Wetter weiter. Wer sich darauf einstellt, verbringt auch einen verregneten Abend passabel.
Wie man an Karten kommt
Ermäßigungen gibt es häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie werden selten aktiv beworben und stehen meist im Kleingedruckten der Ticketseite. Die einzelnen Einträge sind hier gesammelt.
Bei mehrtägigen Festivals lohnt der Vergleich zwischen Tagesticket und Gesamtpass. Ab zwei Tagen ist der Pass in den meisten Fällen günstiger.
| Wien | Kultur ganzjährig | Donauinselfest, Ballsaison |
| Salzburg | Festspiele, Jazz | Saalfelden |
| Steiermark | Volkskultur, Kulinarik | Aufsteirern in Graz |
| Oberösterreich | Musik und Medienkunst | Ars Electronica, Woodstock der Blasmusik |
Öffentlich oder mit dem Auto?
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Bei Festivals außerhalb der Städte fahren oft eigene Shuttlebusse vom nächsten Bahnhof. Diese Verbindungen stehen auf der Veranstaltungsseite und nicht im regulären Fahrplan.
Programm für die Jüngeren
Gehörschutz für kleinere Kinder ist bei Konzerten kein übertriebener Aufwand. Die Lautstärke bei Open Airs liegt regelmäßig über dem, was als unbedenklich gilt.
Bei großen Festivals gibt es zunehmend Familienzonen mit Ruhebereichen und Gehörschutz für Kinder. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark.
Zwischen gratis und teuer
Bei großen Festivals kommen Verpflegungskosten vor Ort dazu. Die Preise am Gelände liegen deutlich über dem üblichen Niveau, was bei mehreren Tagen spürbar wird.
Pfand auf Becher und Geschirr ist bei Festivals inzwischen die Regel. Er ist kein Kostenfaktor, wenn man zurückgibt, summiert sich aber sonst.
Märkte abseits der Adventzeit
Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Sie sind kein Event im engeren Sinn, prägen den Ortsalltag aber deutlich. Weitere Beiträge aus Österreich finden sich dort.
In den Landeshauptstädten gibt es zusätzlich Markthallen mit fixen Öffnungszeiten, die auch bei schlechtem Wetter funktionieren.
Die kurze Zusammenfassung
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Termin und einem kleinen Fest in der Nähe. So sieht man beide Seiten des Landes.
Ein guter Veranstaltungstag hat meist einen Höhepunkt und viel Leerlauf drumherum. Genau dieser Leerlauf ist der Teil, den man später in Erinnerung behält.
- Abends kühlt es in höheren Lagen stark ab
- Sonnenschutz ist in den Bergen wichtiger als im Flachland
- Gehörschutz für Kinder bei Open Airs mitnehmen
- Bei mehrtägigen Festivals Gesamtpass mit Tagesticket vergleichen
Was in den Rucksack gehört
Bei Veranstaltungen im Freien ist Sonnenschutz ebenso wichtig. In den Bergen ist die Strahlung spürbar stärker als im Flachland.
Ein aufgeladener Akku und ein kleiner Ersatzakku helfen mehr als gedacht, wenn Tickets digital hinterlegt sind.
Sport als Publikumsmagnet
Für viele Sportevents gibt es Kombitickets mit der Anreise. Sie sind günstiger als Einzelfahrscheine und ersparen die Parkplatzsuche.
Fußball läuft von Ende Juli bis Mai, mit einer Winterpause. Die Spieltermine stehen meist erst kurzfristig fest, weil sie von Fernsehübertragungen abhängen.
Was am Gelände gilt
Große Taschen und Rucksäcke sind bei vielen Veranstaltungen in der Größe beschränkt. Die zulässigen Maße stehen in der Hausordnung auf der Veranstaltungsseite.
Eigene Getränke sind auf abgesperrten Geländen meist nicht erlaubt. Bei kostenlosen Stadtfesten gilt das in der Regel nicht.
Wie barrierefrei die Termine sind
Bei Festspielen gibt es teilweise Höranlagen und Übertitel. Wer darauf angewiesen ist, sollte das bei der Buchung angeben.
Ein kurzer Anruf beim Veranstalter klärt in fünf Minuten mehr als jede Website. Die meisten reagieren darauf sehr entgegenkommend.
Essen und Trinken bei Veranstaltungen
Kürbis, Apfel und Kastanie füllen die Herbstkalender. In der Steiermark kommt das Kürbiskernöl als eigenes Thema dazu.
Weinfeste prägen den Spätsommer und Herbst in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich. Sie sind klein, günstig und meist ohne Eintritt.
Auf Märkten ist Bargeld weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleineren Ständen selten möglich.
Wer ein Jahr lang mitschreibt, was gefallen hat, hat im Folgejahr eine bessere Grundlage als jede Empfehlung von außen.
Was wo stattfindet
Vorarlberg ist geografisch abgesetzt und orientiert sich kulturell stärker Richtung Bodenseeraum. Das zeigt sich auch im Veranstaltungsprogramm.
Niederösterreich ist flächenmäßig groß und entsprechend verstreut. Hier lohnt es sich besonders, vorab nach Terminen in der konkreten Region zu suchen.
Fragen aus der Praxis
Wie früh sollte man Tickets kaufen?
Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.
Wann ist die dichteste Veranstaltungszeit?
Von Juli bis September. In diesen Monaten überschneiden sich Festspiele, Open Airs und die ersten Brauchtumstermine des Herbstes.
Lohnt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
In den Städten fast immer, weil Parkplätze knapp und an Veranstaltungstagen oft gesperrt sind. Bei Festivals im Umland fahren häufig eigene Shuttlebusse.
Die genannten Zeiträume geben den üblichen Jahresverlauf wieder. Einzelne Veranstaltungen können verschoben werden oder entfallen.
